Wenn man die LINKE in Berlin klein halten will, dann braucht man eine starke FDP, die sich aber auch klar zu ihrer Bürgerlichkeit bekennt. Niemand wird die LINKE nicht wählen, nur weil Sebastian Czaja aus der FDP ausgetreten ist. Vielmehr wird sein Austritt als ein zunehmendes Zerbröseln der Bürgerlichen empfunden.

Würde man seiner Argumentation folgen, ist die Message dahinter eigentlich noch eine ganz andere: Die FDP ist tot; sie schafft es nicht über die 5%. In Folge wäre jede Stimme an die CDU besser als an die FDP.

Niemand weiß, wie sich eine FDP ggf. nach einem Wiedereinzug ins AGH positionieren wird. Die LINKE ist extrem und wir dürfen ihr Berlin nicht preisgeben. Dem kann man mit Sicherheit nicht widersprechen. Aber der Wegbereiter für die LINKE ist vor allem die SPD und in deren Schlepptau große Teile der Grünen. Gerade Czaja war es jedoch, der als Fraktionschef im AGH die FDP als Braut für eine Ampel “schön” machen wollte. Jetzt irgendwas von bürgerlicher Mitte zu erzählen, scheint daher wenig glaubhaft.

Würde Czaja wirklich die LINKE verhindern wollen, hätte er sich – auch gegen Widerstände – in der FDP für einen klaren bürgerlichen Kurs starkmachen können. Es heißt, jeder zweite FDPler wäre auch bereit die CDU zu wählen. Also hätte er in der FDP mit Sicherheit genug Widerhall gefunden, um diese Leute hinter sich zu bringen. Aber das hat er nicht einmal im Ansatz versucht.

Ihr Andreas Thimm

Personalie: Sebastian Czaja ist aus der FDP ausgetreten

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